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Wer bereitet den Devils ihren

Highway to Hell ?

Unser Bahndienst stellt sich vor

Interview mit Albert Moser

Die Vorbereitung einer Speedwaybahn

ist gerade bei unsicheren Wetterver-

hältnissen extrem wichtig und kann

nicht nur für den Rennausgang, sondern

auch für die Gesundheit der Fahrer mit

entscheidend sein. Manche Experten

behaupten, eine Speedwaybahn sei wie

ein Hopfenfeld, das will auch jeden Tag

seinen Herren sehen. Aus diesem Grund

wollen wir in unserer heutigen Ausgabe

unsere Mannschaft für den Bahndienst

vorstellen:

Albert Moser, Christian Biberger, Heinz

Steimle und Oliver Düringer.

Wie lange macht ihr schon den Bahn-

dienst beim ACL?

Das ist bei uns unterschiedlich, aber man

kann schon behaupten, dass mittlerwei-

le jeder über eine mehrjährige Erfah-

rung verfügt.

Wieviel Zeit verbringt ihr mit dem Prä-

parieren der Bahn?

Ich persönlich bin ca. 20 – 25 Stun-

den pro Woche auf der Bahn. Das

geht nur durch meine freiberuf-

liche Tätigkeit.

Was ist das Besondere an

der Bahn in Landshut?

Unsere Bahn hat die Eigen-

heit, dass sie sehr schnell

austrocknet und vor allem

auch aushärtet. Dann ist es

fast schon wie ein Teerbelag.

Deshalb muss auch so viel Zeit

investiert werden, um auch ohne

Rennbetrieb den Untergrund locker

zu halten.

Gibt es Vorlieben bei den Fahrern, wie

die Bahn hergerichtet sein muss?

Ja freilich. Jeder hat da so seine speziellen

Vorlieben. Aber grundsätzlich gilt, dass

alle Bundesligafahrer eine griffige Vari-

ante bevorzugen. Die ist zwar kraftrau-

bender für die Fahrer, lässt aber mehrere

Linien und mehr Überholmanöver zu.

Etwas ängstlichere Fahrer dagegen mö-

gen lieber die so berühmten ‚deutschen

Autobahnen‘, wie ja immer so schön

geschrieben wird. Die bekommt man in

Landshut sehr schnell, wenn man nicht

ständig an und mit der Bahn arbeitet.

Beispiele?

Hier plaudert man nicht aus dem Näh-

kästchen. Aber z.B. einem Renat Gafu-

rov kann die Bahn nicht tief und griffig

genug sein…..aber wie gesagt, wer Bun-

desliga fährt, muss auch in der Lage sein

sich, auf die verschiedenen Bahnen ein-

zustellen.

Hat man es da nicht schwer, für jeden

Fahrer aus dem Team gleich gute Vor-

aussetzungen zu

schaffen?

Spielt ihr Lotto? Die Woche vor dem

Rennen ist entscheidend, und auch nach

jedem Bahndienst kommt eine etwas

andere Beschaffenheit des Belags zu-

stande. Aber die Jungs wissen das und

stellen sich darauf ein.

Das Wetter ist ja auch ein entscheiden-

der Faktor, der massgebenden Einfluss

auf die Bahnverhältnisse hat. Wie sieht

denn für die Landshuter Bahn wet-

tertechnisch eine ideale Woche aus?

Die ideale Woche für ein Samstagsren-

nen sieht wie folgt aus: Leichte Schauer

bis Donnerstag und dann langsam ab-

trocknen bis zum Rennen mit intensi-

vem Bahndienst.

Durch die Technik muss man dann die

Restfeuchtigkeit über das Rennen hin-

weg im Sand halten.

Euer Fuhrpark ist der Traum nicht nur

von kleinen Jungs. Wie seid Ihr in der

Saison 2015 im Detail ausgestattet ?

Dank der grosszügigen Unterstützung

des Bahndienstkollegen Steimle, der

einen Betrieb für Landtechnik betreibt

(www.steimle-holzhausen.de

) , sind wir

in der Lage, Schlepper der modernsten

Generation einzusetzen.

Da fährt schon mal während eines Ren-

nes eine halbe Million Euro im Kreis….

Ohne das wäre vieles nicht möglich.

Wenn ihr freie Auswahl auf einer Ein-

kaufsliste hättet….. Welche zusätzliche

Maschine würdet ihr euch wünschen,

um die Bahn noch besser vorbereiten zu

können?

Ich habe ja vorhin schon auf die Härte

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