Background Image
Previous Page  16-17 / 40 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 16-17 / 40 Next Page
Page Background

WAS MACHT EIGENTLICH ….

JoachimKugelmann ?

Unter dieser Überschrift haben wir uns

vorgenommen, mal nachzuhören, womit

die Speedwaygrößen vergangener Tage

heute so ihren Tag verbringen. Welchen

Beruf üben sie aus, sind sie dem Speed-

way immer noch verbunden, wenn ja,

in welcher Form ….

Servus ….. Wie geht es Dir zur Zeit,

und was machst Du heute beruflich

?

Ich stelle seit vielen Jahren eigene

Kupplungsteile für den Bahnsport her

die bei verschiedenen deutschen und

internationalen Fahrern ihren

Einsatz finden. Dazu bin

ich auch als Moto-

rentuner für Sandro

Wassermann, Va-

lentin

Grobauer,

Steven

Mauer,

Pontus Aspgren,

Linus Sundström,

Paco

Castag-

na, und einige

mehr erfolg-

reich tätig.

Wichtig für

mich ist, daß

ich auch ei-

gene Bauteile

in die von mir

vorbereite

ten Motoren mit einbaue die dazu auch

teilweise von anderen Tunern bei mir

gekauft werden.

Für die jüngeren

unter unseren Lesern

interessiert es uns

natürlich, wann Du

aktiv warst, für

welche Clubs Du

gefahren bist, und

was Deine größten

Erfolge waren.

Ich warvon 1989 bis

2008 für

fol-

gende deutsche Clubs aktiv: MSC Ol-

ching, AC Landshut, Parchim/Wolfslake.

In England durfte ich für Stoke, Oxford,

Kings

Lynn und Berwick ans Startband rollen.

Dazu kamen noch Ligaengagements in

Italien für Lonigo und Terrenzano.

Mit meinen deutschen Teams durfte ich

mehrere Titel in der ersten und zweiten

Bundesliga feiern.

Besuchst Du heute noch Rennen, und

wenn ja, auf welchen Bahnen würden

Dich Deine Fans heute treffen ?

Als Tuner bin ich natürlich noch immer

oft auf den verschiedenen Bahnen bei

den Rennen vor Ort. Neben Süddeutsch-

land bin ich auch bei den internationa-

len Veranstaltungen meiner Kunden mit

dabei.

Wie schätzt Du die Entwicklung des

deutschen Bahnsports im europäischen

Vergleich ein ?

Meines Erachtens gibt es in Deutschland

eine klare Hemmschwelle weil zu viele

ausländische Fahrer ans Band rollen. Ich

bin ein Verfechter daß man lieber den

deutschen Fahrern noch mehr Start-

möglichkeiten im eigenen Land geben

sollte als ausländische Fahrer mit ins

Boot zu holen.

Allgemein ist aber anzumerken daß die

deutschen Clubs mittlerweile die Ren-

nen sehr professionell ausrichten und

sich hier hinter den Ligen wie z.B. in Eng-

land nicht verstecken müssen.

Nach einer Miniliga im letzten Jahr ha-

ben sich doch wieder 6 Vereine bereiter-

klärt, an der Bundesliga teilzunehmen.

Daneben haben es die Verantwortlichen

in Deutschland auch geschafft, hochka-

rätige Rennen wie SWC, SEC, SBP nach

Deutschland zu holen.

War das der Durchbruch, wieder An-

schluß an die derzeit führenden Speed-

waynationen Polen, Dänemark oder

Schweden zu finden ?

Zunächst einmal möchte ich anmerken

daß es zu 100% positiv ist daß man

deutsche Clubs mit der Ausrichtung sol-

cher Rennen betraut.

Ob es zum grossen Durchbruch reicht

kann man derzeit nur schwer abschät-

zen.

Speedway ist in Deutschland immer

noch eine Randsportart. Mit den Euro-

sport-Liveübertragungen von SBP und

SEC wurde ein erster Schritt gemacht,

unseren geliebten Sport einem breiteren

Publikum nahezubringen.

Was wäre Deiner Meinung nach nötig,

um wieder – so wie früher - die Stadien

mit 10.000 Leuten und mehr zu füllen ?

Ich glaube daß diese Liveübertragungen

sehr wichtig sind um wieder breitere

Aufmerksamkeit zu schaffen.

Es ist schon bedauerlich wenn ein junger

deutscher Fahrer wie Erik Riss die Mög-

16

17